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Wissenschaft – Technologie – Gesellschaft

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Das UCF bietet seit neustem unter dem Titel „Wissenschaft – Technologie – Gesellschaft“ wissenschaftsreflexive Seminare für Bachelor- und Masterstudierende aller Fakultäten der Universität Freiburg an.

In diesen Seminaren erkunden Studierende zusammen mit Expert*innen, wie Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft ineinander verflochten sind und sich gegenseitig bedingen. Studierende haben so die Gelegenheit, gemeinsam mit ihren Kommiliton*innen aus vielen verschiedenen Fächern die ganz großen Fragen zu stellen und darüber nachzudenken, welche Zukunft uns neuste Entwicklungen in den Bereichen

Lebenswissenschaften │ Umweltwissenschaften │Digitalisierung

bereithalten, wie diese das Leben der einzelnen als auch der vielen bestimmen, im Lokalen wie im Globalen, und wie wir sie mitgestalten können.

Die UCF-Seminare bieten:

• interdisziplinäre Lehre und studierendenzentriertes Lernen

• Beschäftigung mit komplexen Problemen, die unsere Gesellschaft direkt und aktuell beschäftigen

• Einblicke in diverse Kommunikationstools, um Erkenntnisse allgemeinverständlich zu präsentieren

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2020/21

Marine Ökosysteme, deren Management und Erforschung
Jesko Becker, Abt. für Biometrie und Umweltsystemanalyse, Universität Freiburg

ONLINE Seminar (erste Sitzung: 2.Nov. bzw. 3.Nov. 2020)

Dienstag 11:00-12:00 + Blocksitzungen (Termine nach Absprache mit den Teilnehmer*innen)

Der Großteil der Erdoberfläche ist mit Meer bedeckt. Ozeane spielen somit eine zentrale Rolle in der weltweiten Bekämpfung von Unterernährung, Klimawandel und Biodiversitätsverlust. Gleichzeitig sind sie eine Basis für viele Arbeitsplätze, Ressourcen und Aktivitäten und haben daher diverse Interessensvertreter. Mehrere Forschungsfelder widmen sich der Erforschung und dem Monitoring der marinen Ökosysteme weltweit, und sollen in dieser Lehrveranstaltung behandelt werden. Der Kurs richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen, und behandelt marine Ökosysteme mit einem Schwerpunkt auf naturwissenschaftlichen Herangehensweisen. Eine anfängliche theoretische Einführung in die breit gefächerte Materie wird durch "praktische" Arbeit (eigenständig und/oder im Team) ergänzt. Der Großteil des Kurses soll Studierende dabei auch auf eventuell anstehende Abschlussarbeiten (wie z.B. Bachelor-Arbeit) vorbereiten. Zu den Kursvoraussetzungen gehören Englische Texte lesen und verstehen zu können, sowie EDV-Grundkenntnisse zur Datenverarbeitung: z.B. Open Office, R, oder MS Excel. Tiefergehende Programmier- oder Statistikkenntnisse sind nicht erforderlich.

Reisen im digitalen Zeitalter – Tourismus und seine soziokulturellen und umweltbezogenen Auswirkungen
Nora Winsky, Humangeographie, Universität Freiburg

ONLINE Seminar (erste Sitzung: 2.Nov. bzw. 3.Nov. 2020)

Montag 10:00-12:00

Tourismus ist eines der globalen Phänomene unserer Zeit. Neue Informations- und Kommunikationstechnologien weisen dabei einen erheblichen Einfluss auf den Reiseprozess auf: Sie ermöglichen den Tourist*innen flexible und kurzfristige Buchungen über Internetplattformen, die Nutzung von Sharing Economies wie Airbnb oder das Teilen von Reiseerfahrungen via Social Media. Das Seminar untersucht jene gegenwärtigen Reisepraktiken und deren Repräsentationen auf den digitalen Plattformen. Ziel wird es sein, sich kritisch-reflexiv mit den Auswirkungen der globaltouristischen Ströme auf Gesellschaften, Umwelten und Wirtschaften auseinanderzusetzen sowie die Rolle digitaler Technologien im Reisekontext zu diskutieren.

Hier finden Sie den aktuellen Flyer.

In einer gemeinsamen Web-Abschlussveranstaltung präsentieren Studierendenteams ihre Erkenntnisse. Diese Veranstaltung findet gemeinsam mit Studierenden des Moduls Service Learning (SL) des Zentrums für Schlüsselqualifikationen (ZfS) und des (Lehramts-)Seminars "Verantwortung in der Zivilgesellschaft" des Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudiums (EPG) statt.

Ziel der Konferenz ist ein Theorie-Praxis-Austausch zwischen Wissenschaftsreflexion, ethischer Reflexion und gesellschaftlichem Engagement, um so die sozial-ethischen und politischen Fragen, die mit neuen wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen einhergehen, aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erörtern und noch greifbarer zu machen.

Abschlusskonferenz Abschlusskonferenz Poster Abschlusskonferenz Diskussion

Eindrücke der Abschlusskonferenz Wintersemester 2019/20

Zielgruppe, Anrechnung und Anmeldung

Die Seminare sind für Bachelor- und Masterstudierende aller Fakultäten ab einschließlich dem 3. Fachsemester geöffnet. MINT-Studierende sind besonders angesprochen.

  • 6 ECTS, 2 SWS
  • Kleine Seminargruppen
  • Anrechnung im Ergänzungsbereich, BOK-Bereich oder als Wahlmodul (in Absprache mit der Studienkoordination)

Anmeldung: ab 28.09. über HISinONE

Anmeldungen als BOK: ab 12.10. über das ZfS

Fragen beantworten wir gerne per Email oder persönlich!

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2020

Energie und Gesellschaft: Sozial-ökologische Ungleichheiten und erneuerbare Energien
Dr. Rosa Lehmann, Universität Jena
Fr (14-tägig), 10-14, Bismarckallee 22, R 4

Erneuerbare Energien stehen im Zentrum vom Klimaschutzbemühungen. Die gesellschaftliche und wissenschaftliche Debatte dreht sich bislang um technologische Innovationen und deren gesellschaftliche Akzeptanz. Das Seminar knüpft hieran an, fokussiert jedoch auf die Frage von sozial-ökologischen Ungleichheiten rund um Projekte erneuerbarer Energien: Wer entscheidet über, hat Zugang zu und profitiert von Energieproduktion, -verteilung und -konsum? Das Seminar nimmt eine globale Perspektive ein und bietet Einblicke in aktuelle sozialwissenschaftliche Debatten rund um erneuerbare Energien und Ungleichheiten.

Environmental Impacts: Measurement & Political Use
JProf. Dr. Sina Leipold, Chair of Societal Transition & Circular Economy
Fr/Sa (Block, Beginn: 12.06.), Herder-Gebäude, R 310

Our economic activities are increasingly associated with environmental degradation. These impacts include large scale deforestation, air pollution, or groundwater depletion. Based on this increasing knowledge about the impacts of our economy, scholars, politicians and civil society activists argue that there is a discrepancy between alarming environmental degradation and (only) weak political solutions. This course aims to provide insights into the persistence of this discrepancy. How are environmental impacts conceptualized and measured? How are they communicated? When and how can they influence political processes?

Medikalisierung als Machttechnik – feministische und queere Kritiken an der Sexualmedizin
Annika Spahn, Zentrum Gender Studies, Universität Basel
Fr, 9-12, KG I HS 1036

Die Lehrveranstaltung will sich mit verschiedenen historischen und aktuellen Medikalisierungen von Weiblichkeit, Trans- und Intergeschlechtlichkeit sowie nicht-heteronormativen Sexualitäten auseinandersetzen. Im Fokus stehen dabei insbesondere Kritiken an der (Sexual-)Medizin, die aus queerer und feministischer Perspektive formuliert wurden und werden. Dabei soll es um Fragen nach Normierung, Disziplinierung und (Re-)Produktion (hetero-)sexistischer Verhältnisse durch die Medizin gehen, welche mit Michel Foucaults Begriffen Biopolitik und Biomacht analysiert werden sollen.



Lehrveranstaltungen im WS 2019/20

  • Digitale Überwachungs- und Kontrolltechnologien
    Dr. Jens Hälterlein, Center for Security and Society (CSS)

    Von der biometrischen Gesichtserkennung bis zur Berechnung individueller Risk-Scores – der Einsatz digitaler Überwachungs- und Kontrolltechnologien durch staatliche und private Akteure ist mittlerweile ebenso vielfältig wie omnipräsent. Gleichzeitig generieren immer mehr Menschen durch ihr Surfverhalten und die Nutzung mobiler Endgeräte genau die Daten, die Unternehmen und Behörden für ihre Überwachungs- und Kontrollinstrumente benötigen. Das Seminar liefert Einblicke in die Funktion und gesellschaftliche Bedeutung dieser digitalen Technologien und fragt nach dem Zusammenspiel von verschiedenen Technologien und Akteuren.
    Mo 10-12, KG I HS 1023

  • Gerechtigkeitsfragen in der Gestaltung der Interaktion Mensch – Künstliche Intelligenz
    Dr. Philipp Kellmeyer, Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS); Neuromedical AI Lab, Klinik für Neurochirurgie

    Die meisten Menschen interagieren bereits heute im Alltag mit Künstlicher Intelligenz (KI), beispielsweise in digitalen Sprachassistenten, Übersetzungssoftware oder Navigationssystemen. Die technischen Fortschritte in der KI ermöglichen darüber hinaus neue medizinische Anwendungen, autonome Fahrzeuge, aber auch neue Waffensysteme.Im Zentrum des Seminars steht die Mensch-KI-Interaktion. Wir widmen uns gemeinsam der Frage, wie bereits auf der Ebene des Designs ein gerechter Zugang und eine verantwortliche Entwicklung von KI-Systemen gestaltet werden kann.
    Do 10-12, FRIAS Seminarraum

  • Digitalisierung mitgestalten. Teilhabe als Basis für gerechte(re) Aushandlungsprozesse?
    Dr. Marion Mangelsdorf, Zentrum für Anthropologie und Gender Studies (ZAG)

    Das Seminar befasst sich mit der Digitalisierung als einem Gestaltungsprozess, an dem sich Menschen verschiedener Interessen und Gruppierungen aktiv einbringen können. Mit der Digitalisierung werden Instrumentarien bereitgestellt, die direkt auf Partizipation zielen. In dem Seminar fragen wir danach, welche Formen der Teilhabe und Aushandlungsprozesse – etwa in Form von Bewertungen, Likes, Kommentaren, Rankings, Erfahrungsberichten oder individualisierten Vernetzungsmöglichkeiten – durch digitale Medien gefördert werden und an welche Grenzen diese Möglichkeiten stoßen.
    Fr 10-14 (Block), ZAG Seminarraum

Teaching Fellowships 

Teaching Fellowships für "Wissenschaft – Technologie – Gesellschaft" werden jedes Semester ausgeschrieben. Interessierte Dozierende können jederzeit mit der Projektkoordination per E-Mail Kontakt aufnehmen: . Hier finden Sie die Ausschreibung für das Wintersemester 2020/21.

Projektpartner

Die Seminare "Wissenschaft – Technologie – Gesellschaft" werden im Rahmen des bewilligten Projekts SELF (Service Learning Universität Freiburg) der Förderlinie 2 "Lehr- und Lernlabore" (FESt-BW) des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.

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